Montag, 27. Oktober 2008

Letzter Post übers Essen

So liebe Leser/innnen,

heute will ich wieder etwas schreiben und irgendwie habe ich das Gefühl, das ich nur übers Essen schreibe. Irgendwie ist es wohl das Zentrum der italienischen Kultur und italienisches Essen zu kritisieren trifft jeden Italienier härter als alles andere. Wie dem auch sei, war ich in Catania (Sizilien) und wir waren in der Mensa. Und was ist in der Mensa? Neben der italienischen Art des Anstehens und italienischer Effizienz befindet sich in der Mensa eine Pizzaria!!! Das heißt für seine 3 Euro (als fremder Student) bekomme ich meine frische Pizza, Pommes und eine Cola.

So, beim nächsten Mal versuche ich es Essens-frei ;=)

Ein paar Fotos zum Abschied von unserem "Partnergroup Meeting" in Milano letzten Monat. Man beachte meinen entspannten und natürlichen Gesichtsausdruck beim ersten Bild.





Montag, 20. Oktober 2008

Kaffee

Das Kaffee und das Essen sind natürlich eines der ersten Dinge an die man denkt, wenn man das Wort Italien hört. In der Tat ist der Kaffee hier etwas besonderes. Das erste Mal als mich jemand aus dem Team gefragt hat, ob ich mit komme einen Kaffee trinken, habe ich mich riesig gefreut. Wir sind zur Bar um die Ecke, haben einen Kaffee bestellt, einen (in Deutschland genannt:) Espresso bekommen und schwupp schwupp, "let's go home". Das ganze hat so ungefäht 3min gedauert. Ich hatte mich darauf eingestellt, das wir eine halbe Stunde im Café sitzen, ganz gemütlich und etwas trinken. Pustekuchen. Genau so sieht das Frühstück aus. Kaffee und Croissant im Stehen und los gehts. Mittlerweile habe ich herausgefunden, was ich machen muss, um einen normalen Kaffee (im großen Glas) zu bekommen. Schließlich gibt es in Italien so viele Arten von Kaffee wie in Deutschland Biersorten.

Das spannende ist, das ich diese Art des Frühstücks mittlerweile auch total schätze. So oft wie hier habe ich selten in einer Bar gefrühstückt. In Neapel sind wir einfach aus dem Haus gegangen und während wir auf die Bahn warten, "ach lass uns mal eben frühstücken". 10min Gemütlichkeit am Morgen und der Tag beginnt ganz anders.


Bella Italia und liebe Grüße aus Sizilien.


Der Geburtsort der Pizza (Napoli)


Sizilianische Süßigkeiten :=)

Sonntag, 21. September 2008

Arbeit und freie Zeit

Da bin ich mal wieder und ich schreibe nun regelmäßig.

Dieses Wochenende hatte ich das erste Mal seit langem wieder frei. Davor war ich ja in Brasilien und das letzte Wochenende ist Kevin aus Österreich gekommen und hat mit mir zusammen ein Trainer Seminar für mein Team gemacht. Die freie Zeit habe ich auch redlich genossen, Basketball spielen, Kino und ausschlafen. Besonders das Kino hat es mir angetan. Es war kein Kulturschock, aber ich bin von der Kultur geschockt. In der Mitte der Films gehen die Lichter an und der Film wird angehalten. 5min Pause. Ich dachte zu erst der italienische Drang selbst Lärm zu machen und zu reden, kann sich nicht so lange im Körper aufstauen und es ist eine medizinische Pause, aber scheinbar ist es dann doch eine kommerzielle Pause gewesen. Das ist ja wie ein Bild von Botticelli in der Mitte zu zerschneiden .

Ansonsten schreibe ich heute mal ein bißchen über meine Arbeit. Nachdem ich einige Anfragen bekommen habe, was ich den Tag so treibe, hier mal das beste an meiner Arbeit. Ich bin verantwortlich 5 Standorte zu coachen. Das tolle daran ist, das ich für Catania (Sizilien), Napoli, Rom, Perugia und Milano verantwortlich bin und deshalb durch ganz Italien reise. Vom Strand über die größte Kulturstadt Europas, bis zur dreckigsten! Ich sehe einiges von Italien und das ist der Hammer! :)

Ansonsten arbeite ich mit dem männlichen Teil des Teams (von links nach rechts: Davide, Danilo und ich) fleißig in unserem Garten. :)

Mittwoch, 3. September 2008

Ein kleiner Traum...

... ist in Erfüllung gegangen. Ich war im August in Brasilien. Am Flughafen habe ich ein Chaos gesehen, das die Inder wie ein ordentliches Volk erscheinen lässt. Jeder hatte einen von diesen Gepäckwagen und alle mussten einzeln durch eine Tür, so das sich vier Schlangen gleichzeitig geblidet haben und jeder den anderen beschimpft hat, sich doch gefälligst in (seine) Schlange zu stellen. Sehr lustig.

Wir haben die erste Woche in einer Familie gelebt und echtes brasilianisches Leben genossen. Wenn es denn überhaupt so etwas gibt, denn Brasilien ist das bunteste und gemischteste Volk, das es wohl auf der Welt gibt, zumindest auf meiner kleinen Welt. Jeder könnte Brasilianer sein, ein Großteil der Bevölkerung stammt aus Japan, ebenso ein großer Teil aus Afrika und Europa. Sehr sehr bunt. Ganz im Gegensatz dazu ist die Stadt in der wir die Woche verbracht haben: Sao Paolo. Jetzt weiß ich es! Das Wort Moloch stammt aus dem portugisischen und bedeutet Sao Paolo. Eine der größten Städte der Welt. Wir haben von einem Berg aus die Stadt üerblickt und man konnte nur Häuser sehen bis zum Horizont. Verglichen mit der Karte war das aber nur ein viertel der Stadt das man sehen konnte. Wahnsinn! Wir haben mit dem Auto 2h vom Haus zur Uni gebraucht, 2h zum Hotel oder auch ca. 2h in die City.

Ausgeraubt wurden wir nicht und es sind auch keine wahnsinnigen mit der Knarre auf der Straße rumgelaufen. Die Gewalt in Rio ist wohl völlig anders als in Sao Paolo. Es war doch relativ ruhig. Sehr viele Jesus-Freaks, viele Obdachlose, aber die Armenviertel sind mehr oder weniger erkennbar und da gerät man auch nicht "zufällig" rein.

Alles in allem war es ein wahnsinniges Gefühl endlich einmal in diesem Land gewesen zu sein und das "normale Leben" zu erfahren, aber definitiv ist das nur der Start für eine weitere Latein Amerika Reise gewesen.

Nach dem Kurzurlaub waren wir noch ca. 10 Tage auf dem International Congress von AIESEC mit über 600 Teilnehmern + Partner etc. Aber was ich genau so bei meiner Arbeit treibe, das schreibe ich beim nächsten Mal. Nun bin ich wohl erst einmal 4 Wochen in Milano "zu hause", so dass ich auch wieder regelmäßig schreiben kann. :=)

Ich freue mich wie immer über Mails, Skype oder normale Anrufe. :=)

Sonntag, 22. Juni 2008

Fußball auf italienisch

Die EM auf italienisch ist hier sehr lustig. Ich habe mir Mühe gegeben für Italien zu halten, aber irgendwie freue ich mich dann doch, wenn der Gegner ein Tor schießt... ;-) Ein eklatanter Unterschied ist die Moderation und Berichterstattung. Bei einem Spiel von Italien wird man grundsätzlich von zwei Moderatoren beschallt. Ziel ist es, keine Pause im Sprach- und Schreifluss zu haben. Die Berichterstattung ist dann... gewöhnungsbedürfitg. In der Halbzeitpause gegen Holland wurde nicht das Spiel analysiert. Statt dessen wurden der Schiedsrichter niedergemacht, weil Italien hinten lag. Verschwörung gegen Italien... wie immer. Heute abend gehts gegen Spanien. Das wird spannend.

Sonntag, 15. Juni 2008

Fotos von meinem Geburtstag




Geburtstag 2008: Mein Team musste mitleiden...

(Wenn ihr auf die Fotos klickt, werde sie übrigens groß)

Samstag, 7. Juni 2008

Geburtstag auf italienisch

Am 05.06. hatte Federica Geburtstag und so hatte ich schon mal einen Vorgeschmack, was mich an meinem Geburtstag erwarten würde. Um 00:00 wurde sie geweckt und auf dem Weg ins Wohnzimmer zu dem versprochenene Kuchen, ist der Geburtstagstross mit ihr plötzlich ins Badezimmer abgebogen und hat sie unter die Dusche gestellt. Dazu kam dann plötzlich ein Haufen Mehl und fertig war die Sauerei. Kuchen gab es dann doch noch.

Am Abend haben wir dann mit fast 20 Leuten nett zu Abend gegessen und als es 00:00 wurde und mein Geburtstag anstand, wusste ich schon, das ich nass werden würde. Der Vorwand "lass uns ein Foto im Garten machen", war auch schon klar. Wenigstens musste mein ganzes Team mitleiden, denn Danielle am Gartenschlauch hat sich alle Mühe gegeben keine Stelle Körper trocken zu lassen. Es gab zur Versöhnung dann auch Kuchen und eine Badehose geschenkt, denn ich glaube meine in Köln vergessen zu haben. :=)

Nachdem wir den ganzen Tag gearbeitet haben, sind wir dann abends hier um die Ecke einen trinken gegangen und haben zu Hause dann auch noch den ein oder anderen Kurzen über den Durst getrunke, was mich heute den ganzen Tag im Bett verbingen ließ. Später gibts noch ein paar Fotos... Jetzt steht erst einmal Abend essen und Portugal-Deutschland II an.

Die Chancen, das ein Team Europameister wird, mit dem ich verbunden bin (Deutschland I bis IV, Italien oder Spanien), ist echt hoch. :=)

Montag, 2. Juni 2008

Erster offizieller Arbeitstag in Italien

Heute ist mein erster offizieller Arbeitstag in Italien. Ich habe entdeckt, das der Flughafenbus zu mir in die Ecke fährt, so das ich echt schneller am Flughafen bin als erwartet. Sonst gibt es nach einigen Stunden Italien natürlich noch nicht viel neues zu berichten. Ein kleines virtuelles Willkommensgeschenk habe ich vor einigen Tagen schon erhalten:

http://youtube.com/watch?v=KsbYDanzZUc

Hier ist meine neue Adresse und Telefon Nummer. Ans Telefon geht möglicherweise keiner mehr nach 18:00 Uhr, aber ich werde bald auch ein Handy haben.

AIESEC Italia
Via Andora 4
20148 Milano, Italy

phone: 0039 02 39 21 00 53

fax: 0039 02 33 00 21 78
hp: www.aiesec.org/italy

Sonntag, 11. Mai 2008

Zurück aus Rom

Die letzte Woche war ich in der Nähe von Rom auf einer Konferenz und bin heute wieder gekommen. Was habe ich dort gemacht? Die neuen lokalen Vorstände von AIESEC in Italien fangen im Juni an zu arbeiten und planen ihre Entscheidungen, Budgets etc. Dazu haben sie auf der Konferenz Informationen, Tips und Tricks erhalten. Zusätzlich arbeitet AIESEC in Italien mit einer Balanced Scorecard, für die wir in allen funktionalen Bereichen der Organisation die Messgrößen erstellt haben. Fachlich bleibt es also sehr spannend hier.

Ansonsten? Ich befinde mich eigentlich konstant in einem Fußball Stadion. Die Italiener singen und gröhlen bei jeder Gelegenheit. Ganz oben auf meiner Liste stehen also Ohrenschützer, sonst komme ich nach einem Jahr taub zurück. Italien ist laut, sonnig und voller Energie. Es wird hier konstant immer heißer, da werde ich mich über das Büro im Keller noch freuen.

Bald bin ich nun erst mal wieder für 14 Tage in Deutschland, um Formalitäten zu erledigen und
noch mal einen Schwung Sachen mitzunehmen. Der richtige Start ist hier also Anfang Juni.

Mittags in Milano













Mein Team (v.L.):
Samantha, Danilo (nicht dick), Sibilla, Davide, Dora








Mein neuer Chef (der läuft nicht immer so rum)

Samstag, 3. Mai 2008

Wahre und falsche Klischees

Ach, was wäre das Leben denn ohne Vorstellungen und Klischees? Italien? Da kommen mir viele Ideen. Ein Land, das es geschafft hat Fußball Weltmeister zu werden, ohne das eine Person ordentlich Fußball spielen kann...

Zu meiner Freude hat sich das Klischee vom guten Essen absoult bestätigt. Essen wird hier zelebriert, völlig egal wie viel Arbeit alle haben. Einer kocht für alle und alle essen jeden Tag gemeinsam! Das richtige Land für mich.

Die Lautstärke ist in der Regel auch so wie ich es mir vorgestellt habe. Allerdings ist das ein strategisches Ziel, denn so lernt der Nachbar neben allem persönlichen über die Bewohner auch direkt die strategische Planung. Falls dem Team dann mal etwas passiert, dann kann er den Laden hier schmeißen. Irgendwie sieht er diese Backup-Lösung noch nicht ein und selbst beim stillen genießen der Sonne im eigenen Garten möchte er einen gerne reinjagen.

Was sich leider nicht bestätigt ha, das ist der Weingenuß. Bisher habe ich noch keinen Schluck Wein getrunken und das gesellige Beisamensitzen, etwas trinken und erzählen, fehlt momentan noch völlig. Mag an der hohen Arbeitsbelastung liegen momentan oder daran, das Wein zu teuer ist, denn man kann Wein ja erst ab 4 Euro kaufen. Alles darunter beleidigt den italienischen Gaumen. :=) Leider hat mir keiner hier abgenommen, das "Hau weg die Scheiße" "the most formal and polite way to say chears" ist. Aber mit dem Italienischen habe ich zumindest sehr viel Spaß.

Donnerstag, 1. Mai 2008

Reise nach Italien

Am 29.04. bin ich nach Milano geflogen, weil... hier mein neuer Arbeitsplatz für 13 Monate sein wird. Ich werde bei AIESEC in Italien für "Talent Management" verantwortlich sein. Los gehts mit einer einmonatigen Einarbeitungsphase ab dem 01.06 und dann beginnt der Spaß. Ich bin jetzt schon mal in Italien für 14 Tage, um mein Team kennen zu lernen, die Mitglieder in Itlaien und an einer nationalen Konferenz teilzunehmen und schon einmal strategische Grundsteine zu legen.

Hier in Milano wohne ich zwischen zwei bekannten Straßen, bekannt, weil nachts dort die leicht bekleideten Damen auf der einen und die leicht bekleideten Herren (als Damen verkleidet) auf der anderen Seite ihren Geschäften nachgehen.

Bisher ist es super spannend. Die Italiener sind irgendwie sehr italienisch, genau so wie ich mir das vorgestellt habe. Sie haben sich alle super um mich gekümmert, sprechen immer Englisch, wenn ich da bin, integrieren mich, erklären mir alles etc. Es ist sehr lustig und wenn es ans Arbeiten geht, dann ist es ganz genau so wie in Deutschland.

Anbei mein ein kleiner erster Eindruck vom Haus: