Meinen Blog habe ich nicht mehr weiter geschrieben, weil ich dachte, das ihn sowieso keiner liest, aber dem ist wohl nicht so. Daher melde ich mich mal wieder zu Wort nach einer langen Reise. Ich war diesen Monat nur drei Wochen in Milan und bin den Rest des Jahres durch Italien gereist. Von Deutschland nach Roma, von Roma nach Milano und dann ging es los... Napoli, Roma, Catania, Napoli, Roma, Perugia und nun bin ich seit langem endlich mal wieder in Milano. Ständig an einem anderen Ort zu schlafen und quasi 24h zu arbeiten, ist schon sehr anstrengend. Dementsprechend bin ich auch ziemlich platt und freue mich auf den nächsten Deutschland Urlaub.
Natürlich habe ich auf der langen Reise Italien und die Italiener auch wieder ein Stück besser kennen gelernt. Eine Sache ist mir besonders aufgefallen. Italiener reden ja gerne. So gerne das sie auch im Auto oder sogar auf dem Moped telefonieren. Eigentlich ist es nicht erlaubt, aber wir sind ja in Italien... Ich habe eine Frau gesehen, die hatte sich das Handy unter den Helm geklemmt, befestigt mit einem Stirnband, um mein Fahren auch mit beiden Händen lenken zu können. Ich hege ja noch immer die Theorie, wenn Italiener zu lange nicht sprechen, dann platzen sie. Die Redseligkeit ist jedoch auch ein Teufelskreis wie ich festgestellt habe. Im ordentlichen Milano gibt es keine Haltestellenschilder für den Bus. Das heißt, man weiß nicht wie die Station gerade heißt an welcher der Bus hält. Ist natürlich blöd, das im Bus auch nichts angesagt oder angezeigt wird und wenn man das erste mal irgendwo unterwegs ist, so wie ich... dann muss man eben fragen. Der gesamte Alltag beschert den Italienern einfach unzählige Möglichkeiten und Situationen in denen sie mit einander reden müssen. In Catania stand ich an der Bushaltestelle und da stehen dann einfach zehn Busse geparkt und kein Schild und nichts. Jeder Busfaher, der zu einem Bus läuft, wird von einer freundlichen Meute belagert, wohin er denn fährt. Er erklärt dann mehr oder weniger geduldig seine Route und dann steigt man ein. In Neapel beim Cappucco und Cornetto (Frühstück) liefen die Nachrichten morgens und da haben „wir“ uns einfach mit irgendwelchen Leuten über die Nachrichten unterhalten. Das ergibt sich einfach. Mit „wir“ meine ich natürlich mehr meinen Freund Judemao als mich. Wenn man nämlich kein Italienisch kann, dann ist es vorbei mit dem Alltagsleben und der Geselligkeit.
So das war es für heute mit meinem ersten Eintrag seit Monaten und ich verspreche, das nun weitere folgen werden.
Dienstag, 24. März 2009
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